Medienmitteilung

Freitag, 4. November 2016

Wanderausstellung: Constructive Alps

Das Heimatschutzzentrum zeigt die Ausstellung «Constructive Alps - nachhaltiges Sanieren und Bauen in den Alpen». Präsentiert werden die rund 30 für den gleichnamigen Architekturpreis 2015 nominierten Projekte - von Frankreich bis Slowenien. Die dreisprachige Wanderausstellung (D/F/E) ist vom 4. November bis zum 29. Januar im Gartengeschoss der Villa Patumbah zu sehen.

Bauen für die Berge bedeutet: Klugheit bei Technik und Materialwahl, Sorgfalt und Respekt gegenüber der Landschaft und den Menschen, Sinnlichkeit und Schönheit. Die vom Alpinen Museum der Schweiz erarbeitete Wanderausstellung präsentiert die rund 30 für den Architekturpreis «Constructive Alps 2015» nominierten Projekte auf freistehenden Tafeln: auf der einen Seite der Blick der Experten, auf der anderen Seite jener der Benutzerinnen und Bewohner. "Der Blick der Menschen, die die Gebäude nutzen, war uns sehr wichtig. Er macht die soziale Dimension nachhaltiger Architektur deutlich", erläutert Barbara Keller, Kuratorin der Ausstellung. Kurze Filme zu den erstplatzierten Projekten ermöglichen zudem einen lebendigen Einblick in die Gebäude und vermitteln ein vielfältiges Bild von zukunftsfähiger Architektur.

Internationaler Architekturpreis
Mit dem Architekturpreis «Constructive Alps» zeichnet das Bundesamt für Raument­wicklung alle drei Jahre Bauten aus, die den verschiedenen Dimensionen der Nach­haltigkeit gerecht wer­den. Aus 360 Eingaben nominierte eine internationale Jury rund 32 Projekte und kürte die Preisträger 2015, die jetzt in der Wanderausstellung gezeigt werden. Sinnliche Aspekte wurden genauso bewertet wie die vier Dimensionen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie, Kultur und Soziales. Die drei erstplatzierten Bauten stammen aus dem Bregenzerwald in Österreich, aus dem bündnerischen Valendas und aus Comano Terme in Italien. Während das erst- und drittplatzierten Projekt kluge Neubauten sind, handelt es sich beim zweitplatzierten um zwei historische Bauwerke im Dorfzentrum: das Türalihus in Valendas – ein Projekt der Stiftung Ferien im Baudenkmal – und das benachbarte Gasthaus am Brunnen zeigen mustergültig, wie man Leben in ein von Abwanderung geprägtes Dorf zurückbringt. Sie stehen dafür, wie nachhaltiger Tourismus, gesellschaftliches Leben im Dorf und die Pflege des historischen Erbes zusammengehen und einander stärken können.

Rahmenprogramm
Gross und Klein sind herzlich willkommen! Für erstere finden öffentliche Einführungen in die Ausstellung statt, und bei einem Besuch in Valendas lassen sich zwei prämierte Bauten hautnah erleben. Im Sonntagsatelier "Berghäuser und Häuserberge" setzen sich Familien spielerisch mit dem Ausstellungsthema auseinander und Schulklassen können sich - im Rahmen einer Schulreise oder Lagerwoche - vor Ort auf die Spuren uralter Häuser machen.

Nebenher findet das vielfältige reguläre Angebot des Heimatschutzzentrums mit Theatertouren und offenen Ateliers statt. Details zu allen Angeboten finden Sie auf www.heimatschutzzentrum.ch

 

Für weitere Fragen und Auskünfte
Karin Artho, Leiterin Heimatschutzzentrum, info(at)heimatschutzzentrum.ch
044 254 57 91/92

Weitere Informationen zu den Preisträgern und der Wanderausstellung: www.constructivealps.net

 

Das Heimatschutzzentrum in der Villa Patumbah
Das 2013 eröffnete Heimatschutzzentrum schärft mit seinen Ausstellungen und den vielfältigen Vermittlungsangeboten den Blick für die gebaute Umwelt. Es wird vom Schweizer Heimatschutz betrieben. Der Verein mietet die Villa Patumbah von der Stiftung Patumbah. Im repräsentativen Erdgeschoss und im Gartengeschoss befindet sich das Heimatschutzzentrum. Das oberste Stockwerk, wo sich die Büroräumlichkeiten der Geschäftsstelle befinden, kann im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Der historische Park ist eine öffentliche Anlage der Stadt Zürich.

 

Stiftung Ferien im Baudenkmal
Die Stiftung Ferien im Baudenkmal wurde 2005 anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums des Schweizer Heimatschutzes gegründet. Sie hat zum Ziel, gefährdete Baudenkmäler zu übernehmen, zu renovieren und für eine Feriennutzung zur Verfügung zu stellen. Die innovative Verbindung von Denkmalpflege und Tourismus ermöglicht einen doppelten Gewinn: leerstehende und vom Verfall bedrohte Baudenkmäler erhalten eine neue Zukunft, die Feriengäste erleben einen Aufenthalt in einem aussergewöhnlichen Gebäude. www.magnificasa.ch

 

 

Bild 1: Die vier Preisträger im "Jasskartenzimmer" der Villa Patumbah © Christoph Oeschger

Bild 2: Die vier Preisträger im "Jasskartenzimmer" der Villa Patumbah © Christoph Oeschger

Bild 3: Blick in die Ausstellung mit den nominierten Projekten © Christoph Oeschger

Bild 4: Einer der vier Preisträger: Das Türalihus in Valendas © für Stiftung Ferien im Baudenkmal, Gataric Fotografie

Bild 5: Einer der vier Preisträger: Das Türalihus in Valendas © für Stiftung Ferien im Baudenkmal, Gataric Fotografie